DCF77-Empfänger 4455 |
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Die Empfängerbaugruppe 4455 besteht aus folgenden drei Baugruppen:
dem integrierten Empfänger U2900B/FP als Vollkunden-IC mit verbesserter Eingangsbeschaltung zur Störunterdrückung
einer Mikroprozessor-Einheit mit regelbaren Empfangs- und Simulations-Programmen
einer Ausgabeeinheit für Impulse (Option)
Die Auswertung des DCF77-Signals wird vom Mikroprozessor vorgenommen. Als Ausgabe steht das simulierte DCF77-Signal zur Verfügung.
Daraus ergeben sich mehrere Vorteile:
Der Prozessor überbrückt einen schlechten Empfang.
Die Impulse sind genau 100 bzw. 200 msec. breit.
Der Empfangsjitter von Sekunde zu Sekunde entfällt.
Die Impulsflanke liegt wesentlich näher an der absoluten Sekunden-Zeitmarke.
Bei allen Modellen wird der DCF77-Takt an Stift 15 ausgegeben. Nach Anlegen der Spannungsversorgung steht frühestens nach drei Minuten einwandfreiem DCF77-Empfang der DCF77-Takt zur Verfügung. Während dieser Zeit laufen folgende Prüfungen ab:
In der ersten Minute wird die interne Zeitbasis auf die DCF77-Sekunden- sowie Minutenmarke synchronisiert.
In der nächsten Minute wird das erste DCF77-Zeittelegramm eingelesen. Nach der Paritäts- und Plausibilitätsprüfung des Zeittelegramms wird diese Zeitinformation in eine Kontrolluhr geladen und sekündlich weitergezählt.
Nach einer weiteren Minute wird das neu eingelesene DCF77-Telegramm nach den entsprechenden Tests mit der Kontrolluhr verglichen. Sind die Zeiten gleich, so wird die Zeitinformation in die Basisuhr übernommen. Aus dieser Basisuhr-Zeit wird das DCF77-Signal erzeugt.
Obwohl weitere eingelesene DCF77-Telegramme gestört sein können, wird der richtige DCF77-Takt ausgegeben, weil eine Basiszeit vorhanden ist. Erst nach 55 Minuten fehlerhaftem Empfang wird auch der DCF77-Takt-Ausgang gestört. Es besteht die Möglichkeit, kundenspezifische Programme einzusetzen.
Zusätzlich zum DCF77-Takt können weitere Impulse abgegriffen
werden. Die Signale sind TTL-kompatibel und schalten von High-
zum Low-Pegel. Es können zwei Ausgabegruppen gewählt werden.
Die Auswahl erfolgt über die Jumper.
| Stift | Impuls | Breite |
|---|---|---|
| 10 | 1 Sekunde | 0,5 sec. |
| 11 | 1 Minute | 1 sec. |
| 12 | 10 Minuten | 1 sec. |
| 4 | 15 Minuten | 1 sec. |
| 16 | 30 Minuten | 1 sec. |
| 17 | 1 Stunde | 1 sec. |
| 18 | 1 Tag | 1 sec. |
| 19 | Sommerzeit | Dauerimpuls |
| Stift | Impuls | Breite |
|---|---|---|
| 10 | 1 Sekunde | 0,5 sec. |
| 11 | 1 Minute | 1 sec. |
| 12 | 10 Minuten | 1 sec. |
| 4 | 30 Minuten | 1 sec. |
| 16 | 1 Stunde | 1 sec. |
| 17 | 1 Tag | 1 sec. |
| 18 | Status | |
| 19 | Status |
| Signal |   | |
|---|---|---|
| Stift 14 | Stift 13 | Bedeutung |
| H-Pegel | H-Pegel | Uhrzeit nicht vorhanden |
| L-Pegel | H-Pegel | Quarzsynchron |
| H-Pegel | L-Pegel | Funksynchron |
| L-Pegel | L-Pegel | Funksynchron mit Flankenregelung |
Zusätzlich zur Impulsausgabe ist eine serielle Schnittstelle ohne Handshake-Signale mit hopf 602x Standard-Telegramm implementiert. Die Signale stehen im TTL-Pegel, RxD (Pin 5) und TxD (Pin 20) zur Verfügung.
Parameter:
Baudrate, Stoppbit, Parity, Telegrammaufbau etc.: einstellbar über die Schnittstelle
- Spannungversorgung: + 5 V DC ± 5 %
- Leistungsaufnahme: max. 300 mW
- Bandbreite: ca. 40 Hz
- Regelumfang: ca. 70 dB
- Eingangsempfindlichkeit: 40 µV
- Ausgangs-Impuls: TTL-kompatibel
- Negativer DCF77-Auswerte-Impuls: 100/200 msec. ± 1 msec.
- Temperaturbereich: 0° C - 50° C
- Zeitoffset: ± 2 msec.
| 4455.pdf | Manual Deutsch/Englisch |
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